
Der in San Francisco geborene
John-Edward Kelly
konzertierte in
Nord- und Südamerika, in Israel und überall in Europa und spielte zahllosen
internationalen Rundfunk- und Fernseh- und bisher 30 CD-Produktionen ein. Sein
Repertoire besteht weitgehend aus speziell für ihn geschrie benen Werken, die er
als Solist bei renommier ten Orches tern bzw. im Duo mit den Pianisten Bob
Versteegh und Bojan Gorišek spielt. Kelly hat bereits mehr als 200 neue Komposi
tionen für Saxophon uraufgeführt, darunter 29 Konzerte für Saxophon und
Orchester. In letzten Jahren kehrt er immer häufiger zu seinen musikalischen
Ursprüngen in Orchesterleitung zurück, gleichzeitig als Solist und Dirigent
auftretend.
Höhepunkte der letzten Saisons waren Solo-Auftritte bei dem Stockholm Philharmonic Orchestra, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, dem Swedish Radio Orchestra, dem Helsinki Philharmonischen Orchester, dem Radio Philharmonisch Orkest und Radio Kamerorkest in Amsterdam, der Berliner Staatskapelle, dem Gewandhaus Orchester, dem Polnischen Kammerorchester, dem Residentie Orkest, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, dem Münchner Kammerorchester und dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin sowie eine Live-Übertragung in 27 Nationen mit dem Sinfonieorchester des Saarländischen Rundfunks.
Darüber hinaus hielt John-Edward Kelly Vorlesungen und Meisterkurse an vielen Musikhochschulen und Universitäten (wie in London, Helsinki, Oslo, Den Haag, Stockholm, Stuttgart, York, Rochester oder Lyon); veröffentlichte in mehreren Sprachen Aufsätze über zeitgenössische Musik, ästhetische Fragen und das Saxophon; hielt für Architekten Kurse über die Akustik (‚Singräume‘) sowie ‚Lauschkurse‘ für Jugendliche; und gründete 1994 das Alloys-Ensemble. Bemerkenswert ist überhaupt Kellys breites Interessenfeld: Während der Universitätszeit galt seine Aufmerksamkeit vor allem der Philosophie und der englischen Literatur, und seit vielen Jahren ist er nebenbei ein aktiver Berufsflieger und Fluglehrer. 1981 wurde John-Edward Kelly durch seinen Lehrer Sigurd Rascher gebeten, seinen Platz im von ihm gegründeten Rascher Quartett zu übernehmen. Er spielte bis 1990 mit diesem Ensemble und war verantwortlich für das Entstehen vieler der erfolgreichsten Werke dessen Repertoires. 2004 gründete er das Kelly-Quartett, das durch seine originalen Interpretationen bereits viel internationale Aufmerksamkeit erhalten hat. Seit 2005 ist er künstlerischer Leiter und Dirigent des Arcos Chamber Orchestra in New York.
Kelly war
zwischenzeitlich Professor für zeitgenössische Kammermusik und Saxophon sowohl
an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf wie auch an der Staatlich
Norwegischen Musikakademie Oslo. 1999 wurde er zur Königlichen Schwedischen
Akademie der Musik gewählt, eine der traditionsreichsten Musiker-Ehrungen
überhaupt. John-Edward Kelly spielt ein Alt-Saxophon, das 1928 nach den ursprünglichen
akustischen Richtlinien von Adolphe Sax gebaut wurde.